Gregor Cürten
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Die attackierte Malerei - Bilder von Gregor Cürten, 2012

Hans Zitko

Die künstlerische Entwicklung Gregor Cürtens erstreckt sich inzwischen über mehrere Dezennien. Bedeutsam für deren Anfänge sind die sechziger und siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, vor allem die in dieser Zeit hervortretenden sozialkritischen Bewegungen. In diesem historischen Kontext bildet sich seine bis heute geltende Überzeugung, dass Kunst Distanz gegenüber einer gesellschaftlichen Ordnung wahren müsse, die ihre negativen Züge verleugnet und die Sphäre des Ästhetischen in den Dienst allgemeiner Verdrängung stellen möchte.

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Wahlvergangenheit, Zweigstelle Berlin, 10.09.2009

Ralf F. Hartmann

„An allen Naturwesen, die wir gewahr werden, bemerken wir zuerst, dass sie einen Bezug auf sich selbst haben. Es klingt freilich wunderlich, wenn man etwas ausspricht, was sich ohnehin versteht; doch nur indem man sich über das Bekannte völlig verständigt hat, kann man miteinander zum Unbekannten fortschreiten.“ So beginnt ein bürgerlicher Hauptmann Anfang des 19. Jahrhunderts seinen adligen Gönnern und Freunden, Baron Eduard und seiner Frau Charlotte, das Wesen der Wahlverwandtschaften chemischer Elemente zu erklären.

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Demut und Altlasten, Städt. Museum Mühlheim an der Ruhr, 1989

Gedicht von Thomas Kling

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Demut und Altlasten, Städt. Museum Mühlheim an der Ruhr, 1989

Katalogtext, Boris Groys

Die Kunst unserer Zeit ist eklektisch und verlegt sich gerne aufs Zitieren. Darin sieht man häufig den Verzicht des zeitgenössischen postmodernen Künstlers auf Originalität und Individualität, auf die Unwiederholbarkeit seiner Geste, wie sie von der Modeme postuliert worden war. Indessen sind die Strategien des Zitierens höchst individuell.

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Gewebeerinnerungen, Realitätenbüro, München, 2005

Eröffnungsrede, Rosa v.d. Schulenburg

Gregor fragte mich, ob ich bereit sei, einführende Worte zu seiner Ausstellung zu sprechen. Ich aber verstand: einfühlende Worte, was er noch besser fand, da er das übliche Reden von Kunsthistorikern über Kunst für eher überflüssig hält, insbesondere, wenn es sich um die Interpretation seiner Kunst handelt.

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Über Bilder, Galerie Westend, München, 2003

Eröffnungsrede, Rosa v.d. Schulenburg

Was ist passiert? Ist etwas passiert? Oder sollte die Frage eher lauten: Was wird geschehen? Drei Kinder befinden sich allein auf einem Weg in einem Niemandsland und scheinen auf etwas zu warten. Haben sie etwas zu erwarten? Blicken sie vor oder zurück?

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